Unsere Reise nach Ankara/Türkei

Vom 11. bis 15. März 2015 machte sich das „fliegende Klassenzimmer“ der Eichendorff-Schule auf den Weg zur Partnerschule in Ankara. Möglich machte diese Reise das europäische Bildungsprogramm Comenius. Unter dem selbstgewählten Motto „Knocking on Europe´s door“ war dies die fünfte Reise, nach Portugal, zweimal nach Belgien und dann Holland, um die Türen für junge Menschen und Lehrkräfte in Europa weit aufzustoßen, freundschaftliche Kontakte zu knüpfen und damit einen wichtigen Beitrag zur Friedenssicherung in Europa zu leisten. Mit dem Flieger ging es für Matti, Kjell und Julius und deren drei Begleiter, Frau Ballmeier, Frau Fries-Ziegenbein und Herrn Ziervogel über München n die Hauptstadt der Türkei. Schon am Flughafen erlebten wir dann die herzliche Gastfreundschaft und das hohe organisatorische Engagement unserer Gastgeber. „Welcome to your home“ war der wiederkehrende Satz, den wir auf der Reise immer wieder zu hören bekamen – fühlt euch wie zuhause. Die drei Kronshagener 4. Klässler übernachteten ganz in der Nähe der Schule in Gastfamilien. Mutig waren alle unsere Kinder, die sich auf Comenius-Reise begaben, die trotz geringer fremdsprachlicher Kenntnisse den selbstbewussten Schritt in eine fremde Familie taten. So schrieben Julius und Matti nach der Reise:„Andere Länder andere Sitten“ - jetzt wissen wir warum. Denn nicht in jedem Land bekommt man Kartoffelecken zum Frühstück und Honigsaft zum Abendbrot. Auch sonst war einiges anders als Zuhause bei unserer Reise in die Türkei. Früh am Morgen wurde man vom Muezzin geweckt, der per Lautsprecher auf dem Minarett die Gläubigen zum Gebet rief. Mit der Verständigung war es schwer, denn unsere Gastgeberkinder konnten nur einigermaßen gut Englisch. Wir haben uns also mit ein bisschen Englisch, deutschen Stichworten, Händen und Füßen und Google-Übersetzer verständigt. Das war ziemlich anstrengend.

Am zweiten Tag unserer Reise wurden wir in der türkischen Schule mit Volkstanz- und Gesangsdarbietungen begrüßt. 2500 Kinder werden an dieser Schule in einem Zweischichtsystem beschult. Am Morgen werden die Jugendlichen der Sekundarstufe 1 unterrichtet, am Nachmittag dann die Grundschüler in denselben Räumen. An den Folgetagen schloss sich dann ein abwechslungsreiches Programm an. Organisiert hatte man für uns einen Besuch des Mausoleums von Mustafa Kemal Atatürk – dem Staatsgründer der Türkei. Unter militärischen Ehren wurde mit uns am Grabmal ein Kranz niedergelegt – eine besondere Ehre und freundschaftliche Geste. Unvergesslich wird auch der Tagesausflug nach Kappadokien bleiben. Uralte Vulkane und eine unvergleichliche Felsenlandschaft werden in Erinnerung bleiben. Der Besuch einer unterirdischen Stadt war besonders faszinierend aber auch in Tuffstein gemeißelte christliche Kirchen haben uns sehr beeindruckt und legen Zeugnis ab von der wechselhaften Geschichte eines sehr gastfreundlichen Landes – der Türkei.

 

Comeniusbesuch in Kronshagen vom 16.05.- 21.05.2014

Auf diese Tage hatten wir uns lange vorbereitet und gefreut. 21 Kinder und 20 Lehrkräfte aus Belgien, Holland, Türkei, Portugal und Schweden waren bei uns in Kronshagen zu Besuch. Alle Kinder fanden Unterkunft in Gastfamilien - dafür allen Eltern und Kindern unser herzlicher Dank! Und ohne die Hilfe weiterer Eltern und unseres Kollegiums, einer perfekten Planung durch die Federführung von Frau Ballmeier wäre das Ganze gar nicht möglich gewesen. Auch hierfür ein riesiger Dank! Schleswig-Holsetin zeigte sich an diesen Tagen von seiner besten Seite - viel Sonne, Wolken und wenig Regen - hier nun ein paar Foto unseres Austauschprogramms:

Samstag:

Nachdem beinahe alle unsere Gäste mit dem Auto oder dem Flugzeug angekommen waren, die Gastkinder auf die Familien verteilt waren, fanden wir uns im Garten einer Kollegin zu einem Welcome-Barbecue ein.

Sonntag:

Den Morgen starteten wir mit einem gemeinsamen Brunch aller Gastfamilien und KollegInnen in der Schule. Es gab ein tolles abwechlungsreiches Buffet - für jeden Geschmack war etwas dabei.

Unsere Gäste erhielten nach einem Brunch in der Schule und einem Arbeitstreffen eine englischsprachige Führung durch die Landeshauptstadt. Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes, war sicherlich die Besichtigung des Rathausturms.

Nach dem "anstrengenden" Stadtspaziergang folgte dann auch noch die Besichtigung der Klosterbrauerei. Es musste sogar das Bier probiert werden :-)

Montag:

Herr Ziervogel begrüßte unsere Gäste am Morgen in der Schule.

Der Schulchor begrüßte aus plattdütsch musikalisch.

Frau Steinmetz brachte ohne viele Worte unseren Gastkindern Origamifalten bei.

Frau Drinkewitz trainierte mit Gastkindern Handballtechnik.

In der Schwimmhalle ließ Frau Fries unsere Gäste Wasserball spielen.

Beim gemeinsamen Mittagessen blieb viel Zeit zum fachlichen Austausch. Hier sieht man unsere schwedischen, belgischen und holländischen KollegInnen.

Im Rathaus begrüßte der Bürgermeister, Herr Meister, unsere Gäste und überreichte die Comeniusurkunden und Gastgeschenke.

Und immer waren helfende Hände da. Hier sieht man Frau Fröhberg unsere Gäste zum Reventlouanläger bringen. Danke Bärbel!

Per Fördedampfer ging es dann nach Laboe.

Einer unser Väter, Herr Blasche, derOffizeir der Marine ist, übernahm die Führung im Ehrenmal. Tausend Dank! Unsere europäische Kolleginnen fanden nur lobende Worte - waren sehr beeindruckt.

Ohne viele Worte - ein Platz zum Besinnen - europäische Gegenwart und Zukunft basiert auf unseren historischen Wurzeln - man kann daraus nur lernen...

Unser schönes Schleswig-Holstein - fotografiert aus luftiger Höhe vom Ehrenmal.

Die Mutigsten wagten dann noch ein kurzes Bad in der 12 Grad "warmen" Ostsee.

Und dann der Internationale Abend - darauf hatten wir uns lange vorbereitet - die Schule war geschmückt worden, ein Norddeutsches Buffet vorbereitet, ein Showprogramm einstudiert worden. Ein Klavierduett, Europäische Volkstänze, Sketche in englischer Sprache und eine Zaubervorführung standen auf dem Programm. Unsere Gäste präsentierten ihre Schulen und Länder an kleinen Ständen. Dazu gab es Süßigkeiten aus jeder Heimat.

Dienstag:

Am Dienstagmorgen ging es mit Gästen, Kolleginnen, Schulkindern und deren Gastkindern zunächst nach Haitabu. Dort wurden Thorshammer gegossen, Brot gebacken und  mit dem Bogen geschossen. Auf diese Weise erlebten unsere Gäste ganz aktiv einen Ausschnitt unserer Geschichte - die Wikingerzeit-

Bei herrlichem Frühlingswetter ging es dann weiter nach Flensburg. Die Phänomenta stand auf dem Programm...

Nachdem alle Kinder wieder wohlbehalten in ihren Gastfamilien angekommen waren, konnten sich die Gäste und unsere Lehrkräfte beim Italiener stärken.

Sammy mag gerne lecker essen
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Leckere Kochrezepte aus Belgien
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Our song for Comenius:

Knock knock knocking on Europ’s door

(We will rock you – Queen)

 

 

Herzlich willkommen bei uns hier in Kronshagen,

wir wohnen im Grünen,

haben Strand und Meer.

Hier gibt es Marzipan und Fisch,

die Luft ist immer frisch,

wir machen gerne Party,

deshalb freu’n wir uns auf dich.

 

Knock knock knocking on Europe’s door (Europe’s door)

Knock knock knocking on Europe’s door (Europe’s door)

 

 

 

Welcome in our town Kronshagen,

we live in the gardens,

we’ve beach and sea.

We’ve marzipan and fish,

the air is always fresh,

we love to make party,

that’s why we’re waiting for you.

 

Knock knock knocking on Europe’s door (Europe’s door)

Knock knock knocking on Europe’s door (Europe’s door)

Ich glaube sagen zu können, dass uns allen diese Tage sehr gut gefallen haben. Gastfreundschaft ist ein hohes Gut. Neue Kontakte, wenn nicht Freundschaften, sind grenzüberschreitend entstanden. Europa bringt reichlich Spaß! Wir können viel voneinander lernen!

 

Vielen Dank Euch allen, die ihr geholfen habt, diese Tage möglich zu machen!!!

 

Euer Stefan Ziervogel

Comeniusbesuch in Belgien vom 26.03.-30.03.2014

Ich möchte unseren Reisebericht mit der Rede eines Elternvertreters aus Belgien beginnen. Bart bringt hier so gut zum Ausdruck, warum wir alle dieses Projekt unterstützen.

Dear guests,

 

For me it’s an honor to say a little word in the name of the parents of the Droomschip School here in Eeklo. First of all I would like to thank the teachers of this school and also all the participants of this European project for what they realize. And I mean the participants from all the countries: Sweden, Turkey, Holland, Belgium, Germany and Portugal. European integration starts on days like this. Tolerance starts on days like this. Even peace starts on days like this. We give our children the chance to meet other cultures and people from abroad. A gift for the future, this is.

 

I was lucky in my job to be involved in European exchange projects already so I realize how important those exchanges are.  This week here and a few months ago in Portugal: it is unforgettable. I don’t say that. I wasn’t even there in Portugal. My daughter Suus says that. And I really hope this success goes on for the next year and a half to go in this project.

 

The secret of those European projects is rather simple: bring people together and, despite the differences in language and culture, we are all human beings loving our children and longing for peace, wealth and happiness. And it’s only because people work together in a positive and an optimistic way that people can make huge steps forward in what they want to accomplish for themselves and their families.

 

We are here together to work on a better school, on better education and on the happiness of our children. That is where we are all here for. That is what’s connecting us. So, as parents and teachers of all those nice children, we can only be happy and proud for the gift that Europe gave us. I truly hope the children will take this important lesson with them during their lifetime.

 

Thank you very much.

 

Bart Van Damme

Father of Suus

Und so erlebten wir, Hilke, Nanna, Jördis, Tobias, Anton, Frau Ballmeier und Herr Ziervogel, die Reise:

08.20 Uhr Treffen am Busbahnhof in Kiel. Per Großraumtaxi ging es zum Flughafen in Hamburg.

An unserem Reisetag plante die Lufthans Gott sei Dank keinen Streik. Das Flugzeug aus Brüssel, das uns abholen sollte, hatte leider ein wenig Verspätung. Die Wartezeit wurde uns nicht zu lang - war es doch für einige von uns der erste Flug. Wie viele Fotos haben die Jungs wohl vom Rollfeld gemacht?

Und dann endlich kam unser Flugzeug. Das Warten hatte ein Ende. Einchecken...

Schnell noch für alle ein Kaugummi und dann gings los. Der Flug war beinahe langweilig - zu wenig Action. Nun ja :-)

Fast gleichzeitig mit uns traf der Amerikanische Präsident Obama in Brüssel ein. Das verursachte ein Verkehrschaos und wieder durften wir warten. Auch hier wurde uns die Zeit nicht lang, denn die Portugiesen waren schon da. Die ersten Kontakte konnten geknüpft werden. Und dann kam Els, die belgische Koordinatorin und unternahm mit uns per Zug und U-Bahn eine kleine Sightseeingtour durch Brüssel. Auf dem Foto seht ihr uns vor dem Atomium.

Hier sehr ihr uns auf dem historischen Markt in der Innenstadt von Brüssel. Hier trafen wir nun alle anderen Kinder und Lehrer der Partnerschulen. Ein Vater aus Eeklo führte uns durch die Altstadt.

Wer errät, wie die kleine Figur hinter uns genannt wird?

Mit dem Zug ging es dann über Gent nach Eeklo - unserem Ziel. Leider verpassten wir den Anschlusszug und es hieß wieder warten...

In Eeklo wurden wir herzlich empfangen und alle Kinder wurden von ihren Gastfamilien abgeholt.

Am folgenden Morgen trafen wir uns mit allen um 9.00 Uhr in der Schule. Hier seht ihr etwas vom Schulhof und eines der Schulgebäude.

Die Begrüßung aller Gäste fand im Mehrzweckraum statt. Die belgischen Lehrer hatten sich für jedes Gastland etwas ausgedacht. Für uns sangen sie das Lied "Heute kann es regnen stürmen oder schnein...". Das war sehr lustig.

Den Vormittag verbrachten wir in unterschiedlichen Klassen. Hier seht ihr, wie Kinder aus Belgien Häuser ihrer Heimat bauen. Es war schon für einige von uns seltsam, kaum etwas zu verstehen. Daran mussten wir uns erst einmal gewöhnen. Alles war ganz schön fremd.

Die Kinder in Belgien verlassen erst um 15.30 Uhr die Schule. Die Klassen sind daher mit Schulmöbeln und auch Spielsachen ausgestattet. Spielen gehört zum Stundenplan.

Zu Mittag aßen wir alle in einer "Frituur". Belgien ist bekannt für Spitzenpommes. Und es stimmt. Die Pommes waren lecker.

Hier seht ihr Hilke vor dem Rathaus in Eeklo. Kinder führten uns durch die Stadt und zeigten uns IHR Eeklo. Wir bekamen Pralinen in einem Geschäft geschenkt und wir konnten uns das Spielzeuggeschäft anschauen. Das fand Herr Ziervogel besonders gut und wollte gerne noch länger bleiben. Ich glaube, deswegen schafften wir es nicht mehr, die Kirche von Innen zu betrachten.

Nach der Führung trafen sich alle Gruppen vor dem Rathaus. Die Kinder wurden von ihren Gastfamilien abgeholt und die Erwachsenen durften Orangensaft mit der Bürgervorsteherin und dem Bürgermeister von Eeklo trinken.

Hier seht ihr die Bürgervorsteherin, die uns sehr freundlich mit einer Rede begrüßte.

Unser dritter Tag in Belgien stand unter einem guten Stern. Die Sonne schien, es wehte kein Wind und wir hatten eine Radtour in Planung. Mit ca. 100 Rädern ging es auf eine 40 km lange Tour in die Umgebung. Ein Lehrer aus der Türkei hatte extra für diese Tour das Radfahren gelernt. Das fanden wir beeindruckend.

Hier seht ihr Jördis vor einem der vielen Kanäle in Belgien und einer besonders schönen Klappbrücke.

Am vierten Tag fuhren wir mit Familien, Kindern und Lehrkräften bei herrlichem Frühlingswetter nach Gent. Zunächst gab es für alle leckere türkische Pizza und gestärkt erhielten wir dann eine Führung auf Englisch durch das mittelalterliche Gent. Herr Ziervogel musste ordentlich übersetzen.

Bei wunderbarem fast schon sommerlichem Wetter saßen hunderte Menschen am Flussufer. Das war toll. Im Hintergrund seht ihr schon die Burg von Gent.

Und das ist sie.

Wie das Glück es wollte, fanden Hilke und Nanna den lang vermissten Burgschatz.

Es blieb dann noch genug Zeit die Burg zu besichtigen bevor die Gasteltern die Kinder wieder abholten und zurück nach Eeklo fuhren.

Frau Ballmeier und Herr Ziervogel hatten dann noch ein wenig Zeit, die tolle Stadt zu besichtigen.

Kaum zuhause stand dann der internationale Abend auf dem Programm. Die Belgier hatten für uns ein leckeres Käsebuffet aufgebaut an dem wir uns nach Herzenslust bedienen konnten.

Die Kinder aus der Türkei hatten extra für den Abend Folkloretracht angezogen.

Jedes Gastland brachte Süßigkeiten aus der Heimat zum Probieren für alle mit.

Nachdem sich alle Schulen mit einer kleinen Fotopräsentation vorgestellt hatten, wechselten die Maskottchen ihre Besitzer. Die Reise geht nun weiter.

Am Sonntagmorgen hieß es dann Abschied nehmen. Hier seht ihr unsere Kinder mit ihren Gastfamilien auf dem Bahnhof in Gent. Wir sagen herzlichen Dank liebe Menschen aus Eeklo. Keiner von uns wird dieses Erlebnis je vergessen. Ohne Begegnung keine Freundschaft, kein Verständnis für andere und kein anhaltender Frieden. Aber dafür lohnt es sich einzusetzen. DANKE