Zweite Grundschule in Schleswig-Holstein als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert

 

Mit Forschen und Experimentieren zum Thema Ökosystem Wald hat sich die Eichendorff-Schule in Kronshagen erfolgreich um die Zertifizierung beworben und feierte diese am 20. Januar 2016.

 

 

 

Die Eichendorff-Schule in Kronshagen darf sich von jetzt an "Haus der kleinen Forscher" nennen. Sie wurde als zweite Grundschule in Schleswig-Holstein von der gleichnamigen Berliner Stiftung ausgezeichnet. Die Schule forschte mit den Kindern zum Thema „Ökosystem Wald“. Die Kinder lernten hierbei, wie sich der Wald im jahreszeitlichen Wechsel anpasst und verändert, so wurde Wasser untersucht, Lebenszyklen von Tieren und Bäumen beobachtet und Experimente durchgeführt.

 

 

 

Schulleiter Stefan Ziervogel freute sich über die Zertifizierung und resümierte: "Das eigenständige Forschen und Experimentieren fördert nicht nur die Neugierde und Begeisterung der Kinder für Alltagsphänomene, sondern auch eine Reihe weiterer Kompetenzen, wie Sozialkompetenz, Feinmotorik und ein Gewinn an Selbstbewusstsein."

 

 

 

Damit zählt die Grundschule auch deutschlandweit zu den Vorreitern. Die Plakette überreichte die Referentin für Netzwerke Franziska Müller der Stiftung vom Haus der kleinen Forscher aus Berlin und Hans Joachim Beckers Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK), während einer Vortragsreihe und Fotoausstellung des bekannten Naturfotografen Robert M. Lehmann.

 

 

 

Die Auszeichnung wird alle 2 Jahre neu verliehen und um die Urkunde "Haus der kleinen Forscher" zu bekommen, muss die Grundschule mit den Kindern experimentieren und verschiedene naturwissenschaftliche Projekte durchführen und dokumentieren. „Die Lehrkräfte leisten wertvolle Bildungsarbeit und das Engagement der Schule wird mit der Plakette sichtbar gemacht“, erklärte Franziska Müller.

 

 

 

Warum können Frösche im Wald leben? Wieso friert Wasser zu Eis? Um den Kindern diese und viele weitere Fragen zufriedenstellend beantworten zu können, bildeten sich die Lehrkräfte Sabine Ballmeier und Katja Nerlich-Kuhlmann in mehreren externen Seminaren der IHK zu Kiel fort. „Spielerisches Forschen sei der beste Weg, um Vorurteilen gegenüber Naturwissenschaften schon im Schulalter entgegenzuwirken“, betonte Hans Joachim Beckers, die Bedeutung der Initiative.

 

 

 

Mit dem Netzwerk "Haus der kleinen Forscher" unterstützt die IHK zu Kiel Kitas und Grundschulen mit dem Ziel, Kinder für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik sowie für das Experimentieren und Forschen zu begeistern.

 

 

 

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, gegründet 2006, ist Deutschlands größte Frühbildungsinitiative. Bundesweit bilden 232 lokale Partner pädagogische Fach- und Lehrkräfte als Lernbegleiter in den MINT-Themen weiter. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel ist seit Herbst 2013 lokaler Netzwerkpartner der gemeinnützigen Stiftung und versorgt über 900 Kitas, Horte und Grundschulen in Kiel, Neumünster, den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Plön, Pinneberg und Steinburg mit Fortbildungsangeboten zu naturwissenschaftlichen Themen. Pädagogen werden angeleitet, Mädchen und Jungen im Alter von 3 bis 10 Jahren auf ihrer spielerischen Entdeckungsreise naturwissenschaftlicher Phänomene zu begleiten. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.